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Trondheimgasse II - 2. Preis

Ausloberin: RE Wohnraum GmbH

Bauträgerwettbewerb, 2.Preis

An der Ecke Langobardenstraße und Trondheimgasse wird ein kompakter und skulptural ausgeformter Baukörper vorgeschlagen. Die Eingänge zum Wohnhaus sowie dessen dazugehöriger Infrastruktur liegen an der Trondheimgasse. Die ins Gebäude integrierte Polizeistation betritt man von der Langobardenstraße aus.
Herzstück der inneren Organisation ist eine lichtdurchflutete Halle als Begegnungsort der BewohnerInnen. Über diese Halle werden alle Wohnungen und sonstige im Haus befindliche Einheiten erschlossen. Über Stiegen und Lufträume wird Tageslicht auch in innenliegende Bereiche geleitet.
Im Foyerbereich wird diese Sicht- und Tageslichtverbindung bis in UG1 in die Wohn- und Event Base weitergeführt. Die Wohn- und Event Base kann auch getrennt vom Haupteingang betreten werden. Eine Außentreppe führt direkt vom südlichen Freiraumbereich zu den Wellness- und Partyräumen. Freizeitaktivitäten im Freien und z.B. Fitnesstraining können so sehr gut miteinander verbunden werden. Auch wird damit ein weiterer Zugang für Besucher und eine weitere Versorgung mit Tageslicht ermöglicht.
Die Gebäudeecke Langobardenstraße / Trondheimgasse wird durch den Erker besonders betont. Ein skulpturaler Spalt in Richtung Langobardenstraße lässt die Erschließungshalle und die beiden Wohn-Volumen erkennen und eröffnet Ein- und Ausblicke zwischen innerer Erschließung und Straßenraum. An den Längsseiten des Hauses gliedern großzügige Balkone und Erker die Fassade. Die Erker werden durch die Balkone gefasst. Jede Wohnung hat ihr „Erkerhäuschen“ in einem „Balkongarten“. Die Bänder der Balkonbrüstungen werden spielerisch wechselweise transparent und geschlossen ausformuliert. Das Spiel mit Kontrasten findet sich auch zwischen der mehr geschlossenen Nord-Fassade und der sehr transparenten Süd-Fassade.
Das Erdgeschoss ist als Sockel des Hauses ablesbar. Vertikallamellen bilden eine funktionale zweite Fassadenebene für die Polizeistation und fassen das Sockelvolumen. Die Wohnhauseingänge sind transparent gestaltet und integrieren Elemente für die Tagesbelichtung des Untergeschoßes.
Die Polizeistation ist entsprechend des Raumprogramms im Erdgeschoss und im 1.Untergeschoss situiert. Von der Langobardenstraße betritt man über die Sicherheitsschleuse den Parteienraum oder kann von dort weiter zu den Büroräumen gelangen. Auf der Gartenseite des Gebäudes sind der Aufenthaltsraum, die Teeküche und die Bereithalteräume angeordnet. Die vor diesen Räumen liegenden Terrassen sind der Polizeistation angegliedert. Eine interne Stiege führt ins Untergeschoß wo sich die Umkleideräume mit den Sanitärbereichen sowie verschiedene Lagerräume befinden. Über Schleusen im EG und UG1 ist es möglich den Lift des Hauses für die Polizeistation mitzubenutzen.
Im Erdgeschoß befinden sich zur Gartenseite hin zwei Vierzimmer-Wohnungen mit zugeordnetem Garten. Diese Wohnungen sind auch als Sonderwohnform denkbar wie z.B. betreutes Wohnen inWohngemeinschaften für ältere Menschen.
Ab dem 1.Obergeschoß wird das gesamte Geschoß für Wohnungen genutzt. Die Wohnungen orientieren sich entsprechend der Gebäude-Längsseiten nach Osten und Westen, bekommen aber durch die Erker jeweils einen Südanteil dazu. Die Wohnungsgrößen entsprechen den Vorgaben. Auf einem Regelgeschoß befinden sich 10 Wohnungen unterschiedlicher Größen.
Insgesamt sind 68 Wohnungen geplant, davon 28% B-Wohnungen, 44% C-Wohnungen und 28% D-Wohnungen. Die Wohnungsgrundrisse sind entsprechend dem anpassbaren Wohnbau geplant und, mit Ausnahme von wenigen Dachgeschoßwohnungen, ohne Durchgangszimmer organisiert.
Die Garagenrampe liegt außerhalb des Gebäudes und wird mit einer Pergola überdeckt und in den Freibereich integriert. Das Erdgeschoß und auch der Außenraum bleiben so als zusammenhängende Fläche und Raumfolge erhalten. Die Garage erstreckt sich über zwei Untergeschoße. Im ersten Untergeschoß sind neben der Garage die bereits erwähnten Infrastrukturbereiche und der UG-Teil der Polizeistation sowie ein großer Fahrradraum situiert. Um 2.Untergeschoß befinden sich neben dem größeren Teil der Garage die Einlagerräume des Hauses und weitere Fahrradabstellmöglichkeiten. Für eine bequeme Beförderung der Fahrräder ist ein Lift mit großer Kabinenlänge geplant.
Die Erschließungshalle ist mit zwei durchgängigen Stiegen ausgestattet. Diese dienen als zweiter Fluchtweg für Wohnungen, die auf der Gartenseite liegen, und es kann so auf eine Druckbelüftung der Halle verzichtet werden.
Im südlichen Freibereich befinden sich der Kleinkinderspielplatz und Sitzmöglichkeiten, eine überdeckte Kletterwand in Verlängerung der EG-Halle und Fahrradabstellplätze, alles in Verbindung zur im UG1 befindlichen Wohn Base und der Event Base. Die Vorgartenbereiche erstrecken sich als lange Grünbänder entlang des Gebäudes. Eine entsprechend hohe Bodenüberdeckung ist vorgesehen.
Im Bereich der Fahrradabstellplätze und nahe der Grundstücksgrenze zur Langobardenstraße werden insgesamt drei neue Bäume gepflanzt.