Neubau BG / BRG Gerasdorf

Auftraggeber: Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H. / Gebäudetechnik, Bauphysik und Nachhaltigkeit: Drees & Sommer SE/ Statik: ghp gmeiner|haferl & partner zt gmbh / Freiraumplanung: SI Landschaftsarchitektur / Brandschutz: B-LAB ZT GMBH / Kunst am Bau: Mag. art. Ingeborg Kumpfmüller

EU-weiter, offener, einstufiger Wettbewerb im Oberschwellenbereich


Städtebauliche Aspekte

Der kompakte dreigeschossige Baukörper bildet eine städtebauliche Kante zur Freudgasse- Schulpromenade aus. Zur Stärkung und Vergrößerung des Vorplatzes und als Verbindungsgelenk zur Durchwegung wird eine Art Arkade ausgebildet.
Weiters treppt sich der Baukörper zur westlichen öffentlichen Durchwegung im Bereich der großen Pausenterrasse (1.OG) hin ab, die wiederum südseitig durch die Treppenanlage mit dem Freiraum verwebt ist. Zusätzlich bilden Rahmenkonstruktionen für erdgebundene Fassadenbegrüngen und Balkone entlang der Ostseite und Durchwegung einen sanften Übergang des dreigeschossigen Baukörpers zur zukünftigen Wohnbaustruktur in der Nachbarschaft aus.
Im Süden generiert die zweigeschossige Baukörperaufständerung einerseits einen qualitätsvollen überdachten Aufenthaltsraum und anderseits eine Luftigkeit zum und im Freiraum. Der kompakte Baukörper ermöglicht durch seinen geringen Fußabdruck einen großen Freiraum für die Schule.

Architektonische Aspekte

Das Entwurfskonzept ist ein klarer kompakter Baukörper. In seinem Zentrum ist ein großer geschoßübergreifender Luftraum mit Freitreppen eingeschrieben, der durch weitere kleinere Lufträume ergänzt wird. Damit entsteht ein visuelles Raumkontinuum, das beim Betreten der Aula mit den angegliederten Bereichen beginnt und sich in den Obergeschoßen durch differenziert gestaltete Pausen- und Lernbereiche fortsetzt.
Die Themenschwerpunkt Ökologie und Nachhaltigkeit der Schule werden aufgegriffen, in dem die Fassaden als modulare Holzfertigteilelemente aus natürlichen Materialien mit integrierten Fenstern und Portalen konzipiert sind. Die nichttragenden Trennwände der Klassenräume sind ebenso als Holzfertigteilelemente sicht- und erlebbar, wodurch eine behagliche Atmosphäre entsteht.
Auch entsteht ein subtiles Fassadenspiel in der Zusammenwirkung von Holzoberflächen mit Sichtbetonuntersichten der Balkone und Vordächer ergänzt durch Fassadenbegrünungen und die lavendelfärbigen Sonnenschutzmarkisen.
Die gut proportionierten Klassenräume sind flexibel möblier- und benützbar und das gewählte Tragsystem als Stahlbetonskelettbauweise, bis auf die Aussteifungskerne (Stiegenhäuser), ermöglicht eine große Flexibilität für etwaig zukünftig notwendige Adaptierungen und ebenso für die Implementierung neuer pädagogische Konzepte.

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