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Evangelisches Realgymnasium Donaustadt

Ausloberin: WBV-GPA Wohnbauvereinigung für Privatangestellte gemeinnützige Ges.m.b.H., MIGRA gemeinnützige Wohnungsges.m.b.h. / Konsulenten: Freiraum: dnd Landschaftsplanung / Renderings: tomaselli.visual sensations

geladener Realisierungswettbewerb

Entwurfsgrundsätze:

Das städtebauliche Konzept positioniert als Antwort auf die umliegenden Großformen zum öffentlichen Straßenraum hin eine Piazza mit einem Hauptkörper, der gleichzeitig als Abschirmung des Grünraumes mit den drei eingebetteten, verbundenen skulpturalen Pavillons fungiert. Die transparente Erdgeschoßzone des Hauptkörpers öffnet sich mit ihren Allgemeinbereichen Aula und Bibliothek (als Symbol des Wissens) einerseits zum öffentlichen Raum und andererseits zum inneren Grünraum (als Erholungs-, Bewegungs- und Sportbereich) und schafft dadurch vielfältige Durchblicke.
Die Schule als neues kleines Zentrum des Bezirkes soll auf Grund der geplanten Abtrennbarkeiten und Flexibilitäten nicht nur der Schulgemeinschaft dienen, sondern auch außerschulische Nutzungen von Bibliothek, Musikräumen, Turnsälen und Aula ermöglichen.


Verkehr, Erschließung:

Die Piazza als Entree für die Schule wird nur durch zeitweiligen Anlieferverkehr und die Feuerwehrzufahrt im Randbereich gekreuzt. Die innere Erschließung ist eine Abfolge von Raumsequenzen mit ihren Funktionen und erstreckt sich von den allgemeinen Bereichen Aula, Bibliothek, Galerien und Speisebereich in die Cluster bzw. verschiedenen Lern- und Arbeitsbereiche.
Die Bereiche werden durch großzügige Verglasungen mit dem Umfeld verbunden bzw. sind ihnen unmittelbar betretbare Freiraumbereiche zugeordnet, wo sich die Abfolge und Durchwegung fortsetzt.


Gebäude:

Die Baukörper sind bis auf den südlichsten, zweigeschossigen Pavillon dreigeschossig konzipiert. Durch die freie Anordnung der Pavillons entstehen zum Hauptkörper und untereinander differenzierte Innen- und Außenräume, die durch ihre verschiedenartige Materialität (Putz -und irisierende Metallfassaden) und Färbigkeit noch verstärkt und akzentuiert werden.
Durch die Raumanordnung und - abfolge wird ein fließender Übergang von den allgemein genutzten Flächen (Aula, Bibliothek und Essbereich mit Erschließzone) hin zu den Clustern, die als „Schule in der Schule“ konzipiert sind, geschaffen. Die zur leichten Orientierung farblich differenzierten Cluster sind im Erdgeschoßbereich für die 10 bis 14 jährigen, im ersten Obergeschoß für die 14 bis 18 jährigen SchülerInnen vorgesehen.
Trennelemente eröffnen sowohl für den Schulbetrieb als auch für die externe Nachfrage unterschiedliche Nutzungsoptionen.


Grün- und Freiraumkonzept:

Die Piazza ist befestigt und städtisch ausgebildet. Asphaltbeläge, Betonsitzstufen und Bäume prägen den Raum. Der südliche Freiraum hingegen ist nach innen gerichtet. Bewachsene Zäune und Mauern bilden die Grenze zu den Nachbarn, eine große Rasenfläche, ein Hartplatz und eine im Süden abschließende Laufbahn füllen den Raum mit vorgegebenen Nutzungen aus. Die Verbindungswege rund um diese Nutzungen sind gleichzeitig Laufparcour. In der südöstlichen Ecke befindet sich als Rückzugszone ein verwilderter "Urwaldbereich" und ein Biotop. Jedem Cluster im Erdgeschoss stehen Freiluftklassen, der Bibliothek, dem Speise-, Aufenthalts-, bildnerischen- und musischen Bereich Terrassen zur Verfügung. Die Dachflächen sind als extensive Begrünung ausgebildet.