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WOHNHAUSANLAGE ZIEDLERGASSE ST.7

Bauherr: Gemeinnützige Bau- und Wohnungsgenossenschaft „Wien-Süd“; Freiraum: DnD Landschaftsplanung ZT KG; Statik: Dorr-Schober & Partner ZT GmbH; Bauphysik: Kern + Ingenieure Ziviltechniker GmbH

GEBÄUDE- UND WOHUNGSSTRUKTUR

Über dem gemeinschaftlich genutzten Erdgeschoss befinden sich 6 Regelgeschosse und ein Dachgeschoss. Stiege 7 beinhaltet insgesamt 40 Wohnungen.
Das Stiegenhaus von Stiege 7 bildet von Norden nach Süden eine Erschließungsachse, jeweils ein Hauseingang ist im Norden bzw. Süden angeordnet. Die gemeinschaftlich genutzte Erdgeschosszone springt auf der Südseite zurück. An dieser Stelle befindet sich ein überdachter, attraktiver und identitätsstiftender Eingangsbereich der als witterungsgeschützter Aufenthaltsbereich genutzt werden soll. Dieser Eingangsbereich liegt in der Blickachse zur Haupterschließung Ziedlergasse.
Je Regelgeschoss befinden sich 6 Wohnungen, im Dachgeschoss sind es 4 Wohnungen. Die Mehrheit der Wohnungen ist über-Eck angeordnet, je Regelgeschoss gibt es eine west- bzw ostorientierte Wohnung. Die Anordnung der Wohnungen und deren Freiräume ermöglicht den Ausblick in den halböffentlichen Grünraum des Planungsgebietes. Darüber hinaus sind allseitig weite Sichtachsen über das Planungsgebiet hinaus gegeben.
Die überschaubaren Erschließungsbereiche der Geschosse sind natürlich belichtet. Geschossübergreifende Lufträume sind vorgesehen.

GESTALTUNG

Stiege 7 ist ein kubischer Baukörper, der durch Ein- und Rücksprünge gegliedert wird. Im Erdgeschoss wird der Eingangs- und Aufenthaltsbereich durch einen geschossbreiten Rücksprung geschaffen, das Dachgeschoss ist zurückgestaffelt. Die wohnungsbezogenen Freiräume sind in das Gebäude eingeschnitten.
Aufgrund der Lage in der Mitte weiterer Großwohnbauten wird auf an die Gebäudefront angesetzte Balkone verzichtet. Somit soll den umgebenden Wohnbauten gestalterisch „mehr Luft“ gelassen werden.
Übereinander liegende Freiräume gleicher Wohnungstypen werden versetzt angeordnet. Mehrgeschossige Lufträume und verschieden gestaltete Brüstungselemente ergeben eine große räumliche Vielfältigkeit dieser wohnungsbezogenen Freiräume.
Die Außenhaut wurde mit einer ockerfarbenen Putzoberfläche konzipiert. Die Loggien-Einschnitte und Rücksprünge sind in kontrastierenden kräftigen Farbtönen gehalten.
Die Fassade der Wohngeschosse wird durch 2 Fenstertypen gestaltet: Fenster mit halbhohem Parapet in 2 Formaten und einzelne raumhohe, quadratische „Blumenfenster“, die farblich differenziert auf die Fassade aufgesetzt sind.
Ziel ist mit wenigen architektonischen Detaillösungen ein lebhaftes gestalterisches Spiel des Baukörpers zu gewährleisten.

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