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WHA Kagraner Spange, Bauplatz 3

Bauherr: MIGRA gemeinn√ľtzige Wohnungsges.m.b.h., √Ėsterreichisches Volkswohnungswerk gem. Gesellschaft m.b.H. / Konsulenten: Freiraum: Atelier Aub√∂ck + K√°r√°sz Landscape Architects, Statik: ISP ZT GmbH, Bauphysik: DI Martin Tichelmann / Fotos: Rupert Steiner

Bauträgerwettbewerb, Fixstarter

Die mit gewerblich genutzten Fl√§chen und sozialen Einrichtungen gut durchmischte Anlage ist Teil eines neuen Stadtquartiers, das im Zuge der Verl√§ngerung der U-Bahnlinie 1 von Kagran nach Leopoldau auf dem Areal des ehemaligen Logistikzentrums der Gem√ľseverkaufsgenossenschaft ‚ÄěLGV Frischgem√ľse‚Äú entwickelt wurde. Der st√§dtebauliche Masterplan f√ľr das unmittelbar an die U-Bahnstation Kagraner Platz grenzende Gesamtareal stammt von R√ľdiger Lainer und Sne Veselinovic, die im st√§dtebaulichen Wettbewerb ex aequo siegreiche Konzepte vorlegten. Die ‚ÄěKagraner Spange" stellt den √úbergang zwischen der Stadtentwicklungs- und Verkehrsachse entlang der Wagramer Stra√üe und den kleinteiliger strukturierten Stadtgebieten in deren westlichem Hinterland her.

Ein dynamischerer Hauptbauk√∂rper, die ‚ÄěSpange‚Äú, bildet mit einer signifikanten Auskragung in Richtung U-Bahnstation eine zugleich einladende wie auch schwellenbildende Portalsituation aus. Er √ľberdeckt einen Platz, der zusammen mit den im Umfeld angesiedelten √∂ffentlichen Einrichtungen und Gesch√§ftslokalen ein wichtiges, stark frequentiertes st√§dtisches Zentrum bildet. Zudem wird so ein urbanes Entree zur Passage geschaffen, die zwischen dem langen Riegel und der aus drei niedrigeren Punkth√§usern gebildeten Bebauungskante zur Wagramerstra√üe einen begr√ľnten Flanier- und Aufenthaltsraum f√ľr die Nutzer und Bewohner anbietet. Stra√üenseitig wird eine die drei Bauk√∂rper und die beiden Zwischenr√§ume √ľberspannende Stahl-Glaskonstruktion zur sch√ľtzende H√ľlle, die nicht nur einen Sichtbezug herstellt, sondern durch Schleusen in den Schallschutzw√§nden auch auf kurzem Wege die H√∂fe und die daran angelagerten Einrichtungen und Wohnungen mit dem Stra√üenraum verbindet. Die Stiegenh√§user der Wohnheimapartments in den Punkth√§usern sind mittels Br√ľcken mit den Liften im Riegelbau angebunden, die den Luftraum in der Passage rhythmisieren und gliedern.

Trotz der Einheitlichkeit des dichten städtischen Gewebes sind die mannigfaltigen Funktionen durch ihre Lage und Erschließung klar voneinander entflochten. Die gesamte Erdgeschoßzone bleib frei von Wohnungen. Zur Wagramer Straße hin dient sie der lokalen Versorgung. Im Erdgeschoß des nördlichsten Punkthauses wurde eine Beratungsstelle der Arbeiterkammer angesiedelt, im Riegel im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß ein Kindergarten.

Im ersten, am Platz gelegenen Punkthaus sind in den drei Obergescho√üen B√ľros und Praxisr√§ume untergebracht, in den beiden anderen ‚Äď ebenso wie in der Auskragung ‚Äď Wohnheimapartments mit Gr√∂√üen von 25 bis 45 Quadratmetern und dazugeh√∂rigen Gemeinschaftsr√§umen. In den Obergeschossen des Riegels liegen ‚Äď mehrheitlich von Ost nach West durchgesteckte ‚Äď gef√∂rderte Gescho√üwohnungen und Maisonetten, denen nach Westen Loggien vorgelagert sind. Die f√ľnf freifinanzierten Wohnungen im Dachgescho√ü profitieren zudem von gro√üz√ľgigen Terrassen.